Tool up honeybunny...

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it's time to get bad guys!

So seit langem mal wieder ein Blogeintrag von mir. Und wer haette es gedacht: eine Filmkritik ;) Unsere kleine Gruppe war soeben in dem Film Kick-Ass und ich muss sagen der Film polarisiert. 6 Leute und 6 Meinungen zu dem Film und die Meinungen schwanken von "klasse" bis hin zu "mein Gott ist der schlecht". Ich persoenlich fuehlte mich sehr gut unterhalten fuer mein Geld.

Was abermacht diesen Film so schlecht oder so gut? Die Story ist keine schriftstellerische Meisterleistung, die Sprache vulgär und die Kampfszenen haben schon etwas splatterhaftes an sich, dazu kommt das fehlen von grossen SpecialFXund CGI Effekten wie man es von den grossen Studios gewöhnt ist. Aber gerade das macht mir diesen Film auch irgendwie wieder sympathisch.

Die Story ist wie gesagt kein Meisterwerk. Eher eine klassische "rags to riches" Story. Junge beschliesst Superheld zu werden, schwimmt nach anfaenglichen Schwierigen auf der Welle seines Erfolgs, stürzt ab als Bösewicht ihn aufs Korn nimmt und rafft sich zu einem Showdown zusammen. Alles in allem nichts neues insofern als das es einer der 7 klassischen Plots ist. Was ich erfrischend anders finde sind die Schwierigkeiten mit denen unser Hauptprotagonist am Anfang zu kaempfen hat, inklusive seines schon fast slapstickhaften Auftreten als Superhelden und der Pruegel, die er aufgrund dessen einstecken muss.

Die Sprache ist wohl einer der Hauptgründe schlechthin weshalb viele diesen Film schlecht finden werden. Um es auf den Punkt zu bringen, sie ist explizit und vulgaer. Sei es in der Beschreibung von Daves Teenageralltag und dem damit verbundenen Hormonabbau oder in Hitgirls Ausdruckweise den Boeswichten gegenueber. Vor allem das visuell unschuldige von Hitgirl als 11jaehriges Maedchen im Kontrast zu Ihrer Ausdrucksweise tut diesen Eindruck noch verstaerken. Aber das ist ja kein neues Stilmittel, als Beispiel sei hier nur Kaley aus Joss Whedons Film "Serenity" genannt, die beim Thema Sex ploetzlich ihr mädchenhafte schwärmerische Art komplett verliert.

Ebenso umstritten wird wohl der Einsatz von Gewalt in diesem Film sein. Die "Helden" geben sich gar nicht erst die Mühe eines Feigenblatts moralischer Rechtfertigung und metzeln gnadenlos was Ihnen in die Quere kommt mit einer Kaltblütigkeit wie sie sonst jedem gestandenen Oberboesewicht gebuehren würde. Auch hier ist Hitgirl wieder Hauptübeltäterin auch wenn BigDaddy sich alle Mühe gibt und die Bösewichter auch nicht unschuldig sind. Das allzutypische Held besiegt Gegner, Held wendet sich ab, Gegner versucht Held in den Rücken zu schiessen, Held muss Gegner töten um zu überleben sucht man vergeblich in diesem Film.

Was also macht diesen Film so sehenswert in meinen Augen? Ich denke es ist die Mischung des ganzen. Ein Film braucht keine meisterhafte Story um unterhaltsam zu sein. Bestes Beispiel ist der hochgelobte Film Avatar, dessen Storyline ich persönlich um Längen schwächer fand als die Story von Kickass. Stattdessen bietet Kickass eine solide Story, gut choreografierte Kampfszenen, diverse sarkastische Anspielungen auf bekannte Superhelden und einen fein abgestimmten Soundtrack. Die exzessive Gewalt ist eigentlich auch nicht schlimmer als in andern Fikmen wie z.b. Kampf der Titanen und die vulgäre Sprache soll den Zuschauer wohl schocken, aber es passt in das Stimmungsbild.

Mein Fazit also: Kein Meilenstein der Kinogeschichte aber durchaus empfehlenswert wenn man keine Angst vor ein paar dreckigen Wörtern und Kunstblut hat.

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